auf Tour

Auf die Plätze, fertig, los: Berlins Hundeplätze im Test

9. Januar 2017

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Pünktlich zu den Weihnachtsferien haben wir noch große Töne gespuckt und uns freiwillig die 10 Tage, 10 Plätze Challenge auferlegt. Die freie Zeit wollten wir nutzen, um uns durch die Berliner Hundewiesen zu schnüffeln. Und ja, leider habe ich das Wetter ein wenig unterschätzt. Doch Dauerregen und Kälte zum Trotz haben wir immerhin geschafft, acht ausgwählte Plätze auf Herz und Pudeltauglichkeit zu testen. Besonderes Augenmerk lag zum Beispiel auch auf die gute Erreichbarkeit mit den Öffis und gesichertes Gelände. Denn gerade in der Weihnachtszeit mit Endspurt auf Silvester jagen Böller dem Pudel gerne einen großen Schrecken ein und er nimmt Reißaus.

Tempelhofer Feld

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Los ging’s mit einem Klassiker: dem ehemaligen Flughafengelände im Herzen Berlins. Nicht nur für Skater, Radfahrer oder Kiter bietet das Tempelhofer Feld Freizeitspaß der Superlative. Offiziell gilt auf dem ganzen Feld aber Leinenpflicht. Zum ausgelassenen Toben laden drei Hundewiesen ein. Leider sind die Flächen aber eher unspektakulär und nicht wirklich für längeres Verweilen geeignet. Auf den Wiesen finden sich weder Bäume, noch Kletter- oder Versteckmöglichkeiten. Insbesondere in den heißen Sommermonaten ist dies ein echtes Manko, zumal auch keine Wasserstellen oder Unterstellmöglichkeiten vorhanden sind.

Die drei Plätze befinden jeweils in der Nähe der Zugänge Tempelhofer Damm, Oderstraße und Columbiadamm.

Erreichbarkeit: über die U8 (Boddinstraße), Bus 104 (Friedhöfe Columbiadamm) oder S/U-Bahnhof Tempelhof.
Sauberkeit: +++++
Sicherheit: ++++
Erlebnisfaktor: +

 

Schöneberg: Zu Gast bei den INSELHUNDEN

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Ein kleines Paradies versteckt sich direkt an der Ringbahn in Schöneberg. Auf knapp 9.000qm bewirtschaftet der Verein INSELHUNDE ein Kleinod für Großstadthunde. Das Hundeauslaufgebiet lässt sich ziemlich gut als riesiger Gemeinschaftsgarten beschreiben. Dort gibt es viele Bäume, Sträucher, Sandplätze und sogar einen „Spazierweg“, der einmal um den Platz herum führt. Im hinteren Bereich steht ein Unterstand, jede Menge Sitzbänke und Tische.  Im Sommer spenden kleine Platschbecken genügend Abkühlung und Trinknäpfe sind immer mit ausreichend Wasser befüllt.
Der Platz ist gut aufgeteilt: Ausreichend Platz zum Toben, Ball spielen und Rennen wechselt sich mit Spielgeräten ab. Wer den Platz zum ersten Mal betritt, sollte sich nicht über die vielen Glassscherben im Boden wundern. Auf dem Gelände stand früher eine Glasfabrik. Die Glasscherben sind aber nicht mehr scharfkantig, da sie sich im Laufe der Jahre durch den Sand und Kieselsteine stumpf geschliffen haben.

Hundefreilaufgelände Inselhunde Schöneberg e.V., Tempelhofer Weg 63/64, 10829 Berlin

Erreichbarkeit: S47, der S41, S42, S46 oder dem Bus 248
Sicherheit: +++++
Sauberkeit: ++++
Erlebnisfaktor: +++++

 

Rummelsburg

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In der Nähe des Betriebsbahnhofs Rummelsburg wird auf einem früheren Sportplatz vom Verein Free Dogs Berlin ein sehr feiner Hundegarten betrieben. Auf dem sicher umzäunten Platz befindet sich wiederum noch ein weiterer abgetrennter Bereich, der gerne von Haltern mit Kleinhunden genutzt wird. Das Gelände ist sehr abwechslungsreich gestaltet mit vielen Bäumen, Sträuchern und einem kleinen Agility-Parcour mit Tunneln, Slalom und Kletterbalken. Falls es mal regnet, garantiert eine kleine Hütte trockene Füße. Für den kleinen Durst zwischendurch steht ein kleiner Brunnen zur Verfügung. Besonders positiv ist uns auch die Sauberkeit des Platzes aufgefallen: Häufchen werden in der Regel aufgehoben, auch Dank der Tütenspender und der zahlreichen Mülltonnen.

Hundeauslauf Rummelsburg/ Lichtenberg, Hönower Weg 17, 10319 Berlin

Erreichbarkeit: S3 (Betriebsbahnhof Rummelsburg)
Sicherheit: +++++
Sauberkeit: +++++
Erlebnisfaktor: +++++

 

Volkspark Hasenheide

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Die Hasenheide haben der Pudel und ich schon des Öfteren unsicher gemacht. Der Auslaufbereich bietet ausgiebig Platz für die eine oder andere Toberunde. Büsche, Sträucher und Bäume sorgen für Abwechslung und lassen auch die sommerliche Hitze gut aushalten. Genügend Bänke, Sitzmöglichkeiten und ein überdachter Unterstand gibt es für die Zweibeiner; Baumstämme und Betonröhren für die vierbeinigen Freunde. Das Gelände ist sehr sauber, auch wenn ein Tütenspender fehlt. Ein Wasserbrunnen stillt den Durst zwischendurch. Der Zaun ist zwar relativ niedrig, aber sehr gut intakt und ausbruchsicher.

Hundeauslauf: Zugang Hasenheide / Ecke Graefestraße

Erreichbarkeit: U-Bahnhof Südstern oder Hermannplatz
Sicherheit: +++++
Sauberkeit: +++++
Erlebnisfaktor: ++++

 

Jungfernheide Park

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In den weitläufigen Jungfernheide Park hat es uns zum ersten Mal verschlagen. Daher musste ich tatsächlich auch nach dem genauen Weg fragen, um nicht unnötig bei der Kälte umherzuirren.
Die eher längere Anfahrt aus dem Friedrichshain hat sich aber mehr als gelohnt: Das vollständig umzäunte Gelände ist sehr weitläufig und natürlich bewaldet. Der Boden, Bäume und Sträucher laden zum ausgiebigen Herumschnüffeln ein. Der Platz wird ehrenamtlich betrieben und ist trotz seiner Größe sehr sauber. Auch Tüten für das Geschäft liegen an vielen Stellen aus.

Standort: Heckerdamm, 13627 Berlin (direkt neben dem Kletterpark, nahe des Wasserturms)

Erreichbarkeit: über die Stationen Halemweg und Jakob-Kaiser-Platz (U7), sowie z.B. mit dem Bus TXL
Sicherheit: +++++
Sauberkeit: +++++
Erlebnisfaktor: +++++

 

Westend

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Auch der nächste Platztest führte uns ans andere Ende der Stadt, tief in den Westen. Von der S-Bahnstation Westend ging es mit dem Bus noch einige Stationen weiter, bis wir voller Ungeduld am Tor des kleinen Hundegartens standen. Der erste Eindruck war sehr positiv – klein, aber fein. Mit knapp einem Hektar ist der Auslauf nicht sonderlich groß, aber ist mit seinen kleinen Hügeln, Bäumen, Wiese und Sträuchern doch sehr idyllisch.

Hundeauslauf Westend: Reichsstraße / Spandauer Damm

Erreichbarkeit: Bus M45
Sicherheit: ++++
Sauberkeit: +++++
Erlebnisfaktor: +++

 

Hundegarten Am Schäfersee

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Ein bisschen Weißensee-Feeling erwartete uns im Wedding. Das Wetter war zwar schlecht, aber den kleinen Platz am Schäfersee wollten wir uns dennoch nicht entgehen lassen. Der Hundegarten ist eher klein und überschaubar. Dies tut dem Spielspaß aber keinen Abbruch, denn mit Rampen, Tunneln und Parcour lässt sich prima mit dem Vierbeiner trainieren. Auch dieser Platz war sauber und gepflegt und ist bei einer Runde um den See auf jeden Fall einen Besuch wert.
Wasser und Tüten müssen aber selbst mitgebracht werden.

Hundegarten am Schäfersee: Grünzug am Schäferseepark (Mudrackzeile/ Stargardtstr., 13407 Berlin)

Erreichbarkeit: U8 (Franz-Neumann-Platz)
Sicherheit: +++++
Sauberkeit: ++++
Erlebnisfaktor: +++

 

Hakenfelde

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Hakenfeld war ein bisschen das Überraschungsei. Testen wollten wir ja ursprünglich geschlossene Auslaufgebiete und haben uns auf den langen Weg nach Spandau gemacht. Angekommen an der Haltestelle nahmen wir den Hauptweg ins Waldgebiet und kamen nach wenigen Metern auf einen Platz zu. Ich war wirklich sehr beeindruckt über die vermeintlichen Spielgeräte und musste sofort Fotos machen. Dass es sich um einen Kinderspielplatz handelt, bemerkte ich tatsächlich erst nach mehreren Minuten. Mit hängenden Ohren machten wir uns also weiter auf den Weg, rein in den Wald. Andere Spaziergänger klärten uns dann auf, dass sich das Freilaufgebiet über das gesamte Waldstück erstreckt, und zwar von der Hakenfelder Strasse, entlag an der Hubertusstrasse bis zu den Gleisen der Osthavelländischen Eisenbahn im Westen.
Das Gebiet ist circa 20 Hektar groß und waldtypisch sehr abwechslungsreich. Der Pudel hatte jedenfalls seinen Spaß und konnte sich über zahlreiche Hundebekanntschaften nicht beklagen.

Hundeauslauf Hakenfelde: Cautiusstraße / Schönwalder Allee, 13587 Berlin

Erreichbarkeit: Bus M45 oder 671 (Cautiusstraße / Johannesstift)
Sicherheit: ++ (da nicht umzäunt)
Sauberkeit: +++++
Erlebnisfaktor: ++++

 

Diese Testreihe hat uns richtig Spaß gemacht und wird im Frühling weiter fortgesetzt. Denn in Berlin gibt es noch einiges mehr zu entdecken, nette Hundebekanntschaften inklusive!

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