alltag

Neues Jahr, neuer Kick: pudelwohl Refresh

11. Januar 2018

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Kaum zu glauben, aber unser Urlaub ist nun schon wieder vorbei und der erste Morgenspaziergang ins Büro ist getan. Die kleine Auszeit hat uns mehr als gut getan. Und trotz voller To-Do-Liste für das Herzprojekt war genügend Zeit für ausgiebiges Couchen und zum Entdecken neuer Orte. Entschleunigung at its best.

Auch an Niko ist der vorweihnachtliche Bürostress nicht ganz spurlos vorübergegangen. Denn so ein 9-t0-5 Job fünf Tage in der Woche in einem „Großraumbüro“ ist für ihn auch mal mehr oder weniger anstrengend. Doch auch im Urlaub ließen die Aufregungen nicht lange auf sich warten: Unser Weihnachtsspaziergang in der Wuhlheide entwickelte sich zu einem Herzkaspar-Training, der mich auch Stunden später noch nicht los ließ. Gemütlich schlendernd im Mini-Rudel kreuzten wir den Weg einer anderen Fellnasen-Gruppe, die weitaus weniger harmoniebedürftig waren als wir.

Mit Niko an der Schleppleine blieb ich abwartend stehen, bis das andere Rudel vorüber war. Und vorsichtig nahm meine Begleitung auch ihre Hunde ein paar Meter weiter zur Seite.  Der erste Ansturm ließ nicht lange auf sich warten, doch mein beherztes NEIN und Dazwischenstellen nahm der fremde Rüde nicht ernst. Unterstützung von der Halterin kam leider nicht. Sie war eher damit beschäftigt, ihre anderen drei Hunde halbwegs unter Kontrolle zu bekommen. Die Stimmung kippte schon nach ein paar Sekunden und der fremde Rüde nahm Niko nicht gerade zimperlich aufs Korn. Von der Situation überfordert, warf ich mich mit Geschrei zwischen die Hunde. Stürzte leicht, hatte Niko halbwegs sicher unter meinem Arm und wehrte mich gegen das Schnappen der anderen Hunde, die von der Dypnamik des Geschehens angestachelt wurden. Von der anderen Halterin weiterhin nichts. Niko zitterte wie Espenlaub und hatte nur ein paar Kratzer. 

Nach der Angst kam dann Wut

Irgendeine Anteilnahme war von meinem Gegenüber nicht zu erwarten. Sie war immer noch damit beschäftigt, ihre Hunde ruhig zu bekommen. Meine Nachfrage, die Telefonnummern für den Fall der Fälle auszutauschen, lief gegen eine Wand. Sie redete maulend um den heißen Brei herum. Erst hatte sie kein Telefon dabei, später wollte sie gar keins besitzen und nannte mir einen Namen und ein Café, wo ich mich melden könne. Sorry, aber Verantwortung sieht für mich anders aus. Die Chemie zwischen Vierbeiner muss nicht per se stimmen. Und mir ist auch klar, dass es auch immer mal wieder zu Reibereien kommen kann. Doch wir Hundehalter müssen an dieser Stelle zusammenhalten und gemeinsam solche Situationen deeskalieren. In diesem kurzen Moment habe ich so viel falsch gemacht, weil mein Gehirn einfach ausgesetzt hat. Damit habe ich mich selbst in Gefahr gebracht und auch Nikos Situation nicht unbedingt unterstützt. Statt kluge Hilfe erntet man meistens Sprüche und Unverständnis. Wenn es ganz hart kommt – das Vogel-Strauß-Prinzip. Das beobachte ich sehr häufig, sei es im Wald, auf der Straße oder auf den Hundeplätzen.

Nächste Highlights waren dann Nikos dritter Geburtstag mit einem endlich zur Zufriedenheit gefüllten Pudelmagen und der Jahreswechsel-Abend. Diesen hat der kleine Pudel ganz ohne Hilfsmittel wirklich gut gemeistert. Obwohl er etwas schreckhafter auf Vorboten der Ausnahme-Böllerei reagierte, war er in der Wohnung dann relativ entspannt und fand sogar Muße sich mit seinem neuen Bett zu streiten, welches seinen Knochen nicht so gut verstecken wollte, wie Niko vorhatte. Meine Strategie des Vorjahres ging also auf: Ganz früh am Morgen und gegen Mittag relativ ausgedehnte Runden auf Strecken, auf denen ich eher weniger Böllerfreunde vermutete, und dann das letzte Mal kurz vor Dämmerung raus (also gegen 4 – halb 5) für eine kurze Runde. Danach Futter und entspannte Musik. Die Silvester-Zeit hat leider auch etwas positives: Niko lässt endlich mal „laufen“ 😉 und wir müssen nicht ewig durch die Gegend laufen wie sonst, bis er sich endlich entleert hat. 

Neujahrsputz

Vor genau zwei Jahren habe ich an einem Couch-Abend im Januar ziemlich aufgeregt pudelwohl.berlin registriert. Einen genauen Plan hatte ich nicht im Kopf. Vielmehr wollte ich irgendwie die Zeit von Niko und mir festhalten und aus unserem Alltag berichten. Angefangen mit ersten Erfahrungsberichten als frischgebackene Hundehalterin, die teilweise noch ziemlich grün hinter den Ohren war, kamen Interviews hinzu und ab und zu ein paar Gedanken. Doch irgendwie fühlte sich das Ganze für mich immer noch nicht rund an.

Die Ferien habe ich nun genutzt, um pudelwohl ein bisschen zu ordnen und die längst überfällige Brücke zum neuen Herzensprojekt zu schlagen 🙂 Vorhang auf für ein paar kleinere Programmänderungen:

Aus „7 Tage auf vier Pfoten“ wird nun ein Monatsbericht mit all‘ den kleinen Abenteuern, Anekdoten, Aha-Effekten, die wir erleben und mit Euch teilen wollen. Der vorher angepeilte wöchentlicher Rhythmus war doch zu ambitioniert und bot zu wenig Futter.

pudelwohl plus 1 wird in den nächsten Monaten ein bisschen erwachsener. Regelmäßig (einmal im Monat) fühlen wir spannenden Hunde-Mensch-Teams auf den Zahn und erkunden mit ihnen gemeinsam ihren Alltag. Drei Interviews sind aktuell schon in der Vorbereitung – also seid gespannt 🙂

Tierschutz geht uns alle an und gemeinsam können wir noch viel mehr bewegen. Auch wenn es nur kleine Dinge sind. In dieser neuen Rubrik schauen wir uns zum Beispiel die Tierrechte in Deutschland näher an, sprechen mit Initiativen, Projekten und Unternehmen. Denn auch in der Hundeszene ist einiges los. Über Social Media bin auf tolle Geschäftsideen aufmerksam geworden, die mit ihrer Idee das Wohl der Tiere verbessern wollen. Aber auch Inspirationen sollen nicht zu kurz kommen – und wir werden immer wieder kleine, sinnvolle Dinge vorstellen, die sich einfach in den Alltag integrieren lassen und uns sensibilisieren, auch an die kleinen Erdenbewohner zu denken.

Schon seit längerem versuche ich meinen Alltag nachhaltiger (umweltbewusster) zu gestalten. Geht es zum Beispiel um Niko landen nur noch ökologisch produzierte und gesundheitlich unbedenkliche Spielzeuge im Einkaufskorb. Ebenso bei seinem Futter. Was das für unseren Alltag und unseren Konsum bedeutet, möchte ich nun stärker auf dem Blog fokussieren. Hier findet Ihr Wissenswertes unter anderem über Inhaltsstoffe in Spielzeugen und Zubehör, Life Hacks zum Nachmachen, aber auch Marken und Projekte (ACHTUNG: not sponsored!), die uns mit ihrer Vision begeistern.

Und zu guter Letzt habe ich es endlich geschafft, ein Highlight-Fenster auf der Startseite zu integrieren. Für den jeweils aktuellen Monat zeigen wir Euch drei interessante Events, Workshops etc. in und um Berlin.

Ich freue mich schon riesig auf die vielen neuen Themen und hoffe, Ihr auch.
Falls Ihr noch weitere Vorschläge habt – immer her damit! 

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