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It’s getting serious: Familienzuwachs

15. Januar 2016

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Geduld gehört nicht zu meinen größten Stärken und gesellt sich dazu noch ein bisschen Aufregung, gibt es meistens kein Halten mehr für mich. Versuche, mich zusammenzureißen oder abzulenken, sind zwecklos.

Das Warten auf Niko wurde daher ein ganz persönliche Herausforderung.

Wie von Geisterhand tippten meine Finger eine kurze, knappe Anfrage an die Tiervermittlung. Eine Antwort, insbesondere eine positive, hatte ich, ehrlich gesagt, nicht erwartet. Innerlich fand ich mich damit ab, irgendwo hinten auf einer Warteliste zu stehen. Was für ein Irrtum! Innerhalb weniger Stunden kam die erste Nachricht und am nächsten Morgen klingelte bereits das Telefon. Alles sehr aufregend. Noch aufregender war der Moment, als ich meinen Freunden ganz groß ankündigte „Ich werde mich vergrößern“. Der Überraschungsmoment – unbezahlbar.

Nach Telefonaten, Fragebogen und positiver Vorkontrolle kam endlich der schöne Teil: das Körbchen vorbereiten.

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Huh, natürlich ist das weniger kompliziert, als wenn sich menschlicher Nachwuchs einstellt, doch die vollen Regale in den Shops haben mich schlichtweg überfordert. Basics wie die Näpfe oder eine kuschlige Decke waren schnell gefunden. Doch wie lang sollte die Leine idealerweise sein und wie groß das Geschirr? Und überhaupt, welche Art von Geschirr ist für einen Welpen/ Junghund überhaupt geeignet? Beim Spielzeug wurde es sogar noch komplizierter: Naturkautschuk, Squeazer und Bälle. Die Meinungen gingen auseinander und war erstmal ratlos.

Wer seinen Hund noch nicht kennt, sollte sich einige Fehlgriffe zugestehen. In den ersten drei Monaten habe ich zum Beispiel die Leine ganze vier Mal gewechselt, bis ich endlich eine optimale und leichte Leine gefunden habe. Meine erste Wahl fiel bei Niko komplett durch und wurde innerhalb der ersten beiden Wochen zerbissen. Beim Anblick der Leine hätte man eher einen Löwen oder wildgewordenen Bären vermutet, aber keinen Kleinpudel. Erst später habe ich sein Verhalten richtig interpretiert: Die Leine war schlichtweg zu schwer für ihn und damit das Laufen eher unangenehm.

Beim Geschirr war ich schlauer und wartete, bis Niko endlich in Berlin war. Nicht durch die Beratung des Fachmarktes, sondern durch eine Kundin bin auf Mash-Geschirre aufmerksam geworden, die nicht nur sehr leicht und weich sind, sondern bei Hitze für eine angenehme Kühle sorgen, wenn sie vorher in kaltes Wasser getaucht werden.

Das Angebot an Ausstattung und Spielzeug ist sehr vielfältig und jeder muss für sich selbst entscheiden, was sich für den eigenen Hund am besten eignet. Ich persönlich habe mich von Anfang dazu entschieden, Spielzeug aus Naturprodukten zu kaufen und investiere lieber mehr in gute Qualität – nicht nur der Umwelt zu liebe, sondern auch für Nikos Gesundheit.

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