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7 Tage auf 4 Pfoten: Über Küchenfreuden, Mundraub und Erste-Hilfe-Kurse

16. Oktober 2017

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Ein neuer Sonntag und ich blättere mich durch meine Notizliste, die ich seit neustem führe, damit ich für unseren Wochenrückblick nichts vergesse. Erstaunlich, dass sich in sieben Tagen doch so einige Eindrücke sammeln:

Das schwarze Loch

Der Pudel hat immer Hunger. IMMER. Ganz egal, ob es gerade Futter, einen riesige Portion Leckerchen oder einen tollen Knochen gab. Im Pudelmagen ist immer noch ausreichend Platz.

Die Bikini-Sommer-Saison ist nun definitiv zu Ende, auch wenn uns dieses Wochenende etwas anderes vorgaukeln will. Auch Niko ist das völlig klar und hat sich nur allzugern gern der Situation angepasst: Winterspeck muss her, und zwar schnell! Als Raupe Nimmersatt schleicht er sich auf leisen Pfoten an die Objekte seiner Begierde. Als ich neulich aus der Dusche kam, fand ich im Wohnzimmer zerrissene Papierfetzen, die verdächtig nach meiner Bäckertüte aussahen. Er wird sich doch wohl nicht mein Stück Zitronen-Matcha-Kuchen von der Küchentheke geangelt haben? Zuzutrauen wäre es ihm. Es war nämlich wieder Happy Hour bei Goodies (und rein zufällig führt mich meine abendliche Gassirunde des öfteren dort vorbei 😉 ) und neben einem Bagel landete dieser Kuchen als Mitternachtssnack in meiner Tasche. 

Kurzer Check – Kuchen noch da. Anscheinend hat sich der kleine Kerl aber die leere Bageltüte vom Tisch geholt, um nochmal ganz genau zu prüfen, ob sich nicht doch eine Kleinigkeit für ihn darin verbirgt.Eigentlich reicht zwischen uns schon ein Kopfschütteln meinerseits und ein trauriger Blick seinerseits aus, um die Frage des Teilens zu klären. Doch so offensiv war Niko schon lange nicht mehr. Manchmal hängt er sich in die Papierkörbe in der Agentur, aber nur, wenn ihm furchtbar langweilig ist. 

Keine Lust

Niko hat immer eine genaue Vorstellung, von dem, was er möchte. Wie das mitunter aussieht?

Die vergangenen Tage waren sehr wechselhaft und ein großer Regen-Fan war Niko noch nie. Und je nachdem wie stark der Himmel seine Stimmung über uns ausschüttet, fällt unser Heimweg kürzer oder länger aus. Da ich unsere Wege sehr häufig variiere, damit wir nicht immer die selben Straßenzüge entlang laufen, kennt Niko die eine oder andere U-Bahn-Haltestelle. Öffi-Fahren ist der kleine Pudel mehr als gewöhnt. Es gehört zwar nicht zu seinen Highlights des Tages, aber wenn er keine Lust mehr hat, zieht er mich immer sehr eindeutig in den Eingang. Entweder regnet es dann nach seinem Geschmack zu sehr oder er hat einfach keine Lust mehr, zu laufen. Ganz schön cleveres Kerlchen!

Suppenkaspar

3 Wochen können ganz schön lang sein. Als neulich beim Reis kochen mein alter Herd seinen Geist aufgab, habe ich gemerkt, wie unvollständig sich eine Küche anfühlen kann. Keine Pizza, keine Suppe und ich habe inständig gehofft, dass sich Niko in dieser Zeit keinen Durchfall einfängt. Da wäre ich ohne Herd ziemlich aufgeschmissen gewesen. Und am Dienstag war es endlich soweit. Pünktlich wie ein Schweizer Uhrenwerk wurde das neue Herd angeliefert. Ausgepackt, angeschlossen und 45 Minuten Heiz-Testlauf – fertig. Gleich blubberte eine Möhrensuppe auf dem Herd vor sich hin. Da hatten wir beide etwas davon. Clean und hundemagenfreundlich für das Fellknäuel und ordentlich gewürzt für mich. Lecker. Die neue Küchensaison ist somit eingeläutet. 

Von Wehwehchen bis zur Herzmassage

Wisst Ihr, was im Notfall zu tun ist, wenn sich der Vierbeiner verletzt hat? Mein Erste-Hilfe-Kurs (für Menschen) ist schon etliche Jahre her und ich lege nicht meine Hand ins Feuer, dass ich im Fall der Fälle eine adäquate Erstversorgung leisten kann. Vor ein paar Monaten hatte ich mich auf diesem Blog schon einmal ausführlicher mit dem Thema Erste-Hilfe bei Hunden beschäftigt. Zum Glück musste ich meine Kenntnisse bisher noch nicht in der Praxis anwenden. Aber man weiß ja nie. Deshalb kam die Verlosung von Tierverhalten Berlin, eine Praxis bei mir um die Ecke für Tiermedizin und Tierphysiotherapie, wie gerufen. Denn Theorie ist nicht immer gleich Praxis und in der Notfallsituation sollten die Handgriffe einigermaßen sitzen.

Im Nachrückverfahren, da einer der ursprünglichen Gewinner aus persönlichen Gründen nicht teilnehmen konnte, durften wir beide dabei sein. In entspannter Vierer-Runde mit Hundegesellschaft lernten wir knapp 3 Stunden vieles über Gefahren, Symptome und Gegenmaßnahmen. Es blieb auch genügend Zeit, um alle Fragen zu besprechen. Übungen zum richtigen Anlegen von Verbänden und sicheres Pulsfühlen an den Hinterläufen rundeten den Praxisteil ab. Sehr spannend und aufschlußreich. Auf unserem Weg nach Hause schaute ich gleich in der Apotheke vorbei, um meine Notfallbox für Niko zu vervollständigen. Denn auch das hatte ich in den letzten Monaten etwas schleifen lassen. Die Notfallnummern sind nun auch endlich im Handy eingespeichert. 

Das Tolle an dem Workshop war, dass Ann-Kathrin immer Beispiele aus ihrer langjährigen Tierarzt-Praxis parat hatte und uns rassen- und größenspezifische Tipps geben konnte. Denn eine Herzmassage bei einem Ridgeback sieht etwas anders aus als bei einem Kleinpudel wie Niko. Und abgesahnt haben wir natürlich auch 😉 Als Starterkit für unser Erste-Hilfe-Set gab es nicht nur ein sehr hilfreiches Handout inklusive Telefonnummern, sondern auch Flexi- und Wattebinden. 

Aufmerksames Zuhören und Probe-Patient-Spielen zollten ihren Tribut und den Rest des Abends lag Niko seelig schlafend in seinem Körbchen. Alles in allem lag wieder eine aufregende Woche hinter uns und wir sind sehr gespannt, welche Abenteuer auf uns in den nächsten Tagen warten.

Euch eine schöne Woche und bis bald!

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